Jahresrückblick

Heute ist schon wieder ein Jahr vorbei. Das ging verdammt schnell. Im Oktober letzten Jahres habe ich mir den rechten Oberarmhals gebrochen und im Zuge der Zeit, die ich zu Hause war, entschieden, dieses Blog zu starten. Sehr viel habe ich seit dem leider nicht geschrieben, da meine Zeit zwischendurch doch etwas knapp bemessen war. Ich versuche mich zu bessern.

Nun zu dem, was dieses Jahr passiert ist:

Ich habe versucht, das Dexcom G4 von meiner Krankenkasse bezahlt zu bekommen und bin leider gescheitert. Leider hat auch meine Private Krankenkasse entschieden, dass ihnen das System zu teuer ist und ich als Versicherungsnehmer könne ja den Nachweis erbringen, dass es Erfolg bringt. Nein, nicht nur Erfolg bei mir, sondern allgemein, sprich: „Du Depp finanzierst ne Studie, wenn du das jetzt unbedingt haben willst, die positiv ausfällt“. Ich war wenig begeistert und finde diesen Weg auch grund falsch.

Dann ging es mal wieder in ein Labor-Praktikum für mich, was nicht unbedingt so toll ist. Zu viel zu tun, zu wenig Zeit zum Essen oder Messen. Vor allem das Messen ist etwas schwierig, weil ich mir dazu sicherheitshalber zwei Mal die Hände wasche und danach noch einen Moment warte, bevor ich wieder ins Labor gehe und dort etwas anfasse, um das Risiko zu minimieren, dass doch etwas durch die kleine Wunde in meinen Körper eindringt.

In diesem Jahr habe ich meine Bachelorarbeit geschrieben und die Zeit hat mir, wenn ich ehrlich bin, an der Uni am Meisten Spaß gemacht. Es war sehr interessant und ich habe dadurch auch neue Freunde gefunden, mit denen ich mittlerweile regelmäßig etwas unternehme und abends auch oft etwas zusammen zocke. Das hat dazu geführt, dass ich noch bis zu meinem aktuellen Labor-Praktikum recht regelmäßig ins Büro gegangen bin und dort auch immer mal bei manchen technischen Fragestellungen am Computer helfen kann. Meine Bachelorarbeit ist auch dementsprechend ausgefallen und ich konnte mich sehr über eine 1,0 freuen.

Ich war Anfang August zwei Wochen lang mit meinen Eltern auf Texel, was wirklich extrem gut getan hat. Der erste richtige Urlaub seit drei Jahren. Wir waren viel mit dem Fahrrad unterwegs, was ich deutlich an meinen Blutzuckerwerten gemerkt habe. Die sind dieses Jahr übrigens nicht so berauschend.

Im September schließlich kam die Diabetes-Blog-Woche, die mir viel Spaß gemacht hat. Ganz besonders wichtig ist hierbei die #dedoc, ohne die das Ganze nicht entstanden oder möglich gewesen wäre. Ich sage es hier auch noch einmal: In der DeDOC sind ganz viele tolle Menschen, die meist ganz genau wissen, wie man sich fühlt, wenn die Werte nicht mitspielen oder ein Katheter Mist baut. Leider konnte ich jetzt schon länger nicht mehr am TweetChat Mittwoch Abends teilnehmen, da ich keine Zeit hatte.

Zu guter Letzt Weihnachten. An Weihnachten und danach hatte ich das Problem, dass ich trotz korrekter Boli (ja, waren alles Dinge, wo ich genau weiß, wie viele BE ich gegessen habe) viel zu hohe Werte hatte. Mittlerweile hat sich das zum Glück wieder etwas normalisiert. Am zweiten Weihnachtsfeiertag war ich dann mit einem Kumpel bei einer 90-minütigen Führung über das Vorfeld des Frankfurter Flughafens. Es war schon sehr interessant, die Flieger mal aus der Nähe zu sehen und ein paar Hintergründe zu erfahren.

Heute an Silvester gibt es bei uns Fondue und ich bin schon mal gespannt, wie gut ich das gehandled bekomme mit meinen Werten.
Zum Schluss wünsche ich euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr und natürlich allzeit gute Werte!

Sebastian

Ich bin Sebastian, Blogger bei diasite.de und Typ1-Diabetiker seit Anfang 2008.

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